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Als eines der führenden digitalen Multi-Channel-Medienhäuser ist Ströer stets auf der Suche nach neuen motivierten Talenten. Die Director HR des Unternehmens, Birigt Oßendorf-Will, spricht im Podcast „Inside Team Building“ mit Katharina Wolff über ihren Werdegang in der HR-Branche, sinnhafte KPIs im Recruiting, dem Employer Branding Projekt von Ströer, Kanäle zur Bewerber_innensuche und die Bewerbermanagement Software von Prescreen.

Viel Vergnügen!

Ströer wird auf der #PSX20 über Performance Marketing im Recruiting sprechen und Sie in ihre HR-Welt einblicken lassen.

Unsere Kollegin Anastasia Koneva war letzten Sommer zu Gast bei Product Paul, dem Podcast von der Brutkasten. Paul und Anastasia sprachen dabei über User Testing – was das ist, wie man die richtigen User findet, welche Fragen dabei an die Nutzer_innen gestellt werden und vieles mehr. Viel Vergnügen beim Reinhören!

Podcast Inhalt:

  • Über Anastasia (00:20)
  • Product Bingo / Allgemeines zu Produktmanagement (02:50)
  • Fokusthema “User Testing” (15:23)
  • Inspirationen und Empfehlungen (33:40)

Über Anastasia

Anastasia Koneva ist Senior Product Managerin bei Prescreen.io und seit über 8 Jahren im Produktmanagement tätig. Auch Anastasia wird mit ihrem Team auf der #PSX20 vertreten sein und sich gerne Ihren Fragen stellen.

Die Arbeitswelt durchläuft seit Jahren einen permanenten strukturellen und kulturellen Wandel und der Begriff „New Work“ ist mittlerweile in aller Munde. New Work steht für ein verändertes Wertebewusstsein, Digitalisierung beinahe aller Arbeitsplätze, Globalisierung und Vernetzung, sowie soziodemographischen Wandel am Arbeitsmarkt. Strikte Hierarchien und klar vorgegebene Arbeitszeiten und -aufgaben weichen immer häufiger einer Organisationsstruktur, die auf Selbstständigkeit, Flexibilität und vertrauensvoller Zusammenarbeit beruht.

Die gelungene Balance zwischen Arbeit und Freizeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Während die Generation der Babyboomer (Mitte der 40er- bis Mitte/Ende der 60er-Jahre) Arbeit und Freizeit eine ähnliche Bedeutung zuschreibt, spielt Freizeit bei der Generation Y (Ende der 80er- bis Mitte der 90er-Jahre) eine maßgeblich größere Rolle. Zusätzlich stellt die Generation Y die höchsten Ansprüche hinsichtlich Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz. Außerdem stehen Wertschätzung, Feedback, Spaß an der Arbeit und Selbstverwirklichung bei den neuen Arbeitnehmer_innen im Vordergrund, was auch die Wertvorstellungen von New Work widerspiegelt. Um die besten und vielversprechendsten Kandidat_innen von Ihrem Unternehmen zu überzeugen, ist es heute wichtiger denn je, mit einer Unternehmenskultur zu überzeugen, die die Werte und Vorstellungen der Generationen versteht und lebt.

Was bedeutet New Work?

Durch die Digitalisierung sowie die Automatisierung wird dem Menschen Arbeit abgenommen. Als Konsequenz stellen sich Arbeitnehmer_innen immer häufiger die Sinnfrage „Wieso arbeiten wir überhaupt?“. Genau an diesem Punkt setzt New Work an und beschäftigt sich primär mit Fragen der Führung, Kultur und Haltung innerhalb des Unternehmens.

Im Allgemeinen sollen mithilfe von New Work Lösungen für die Auswirkungen von Digitalisierung, dem demographischen Wandel und der Globalisierung und die damit verbundenen Entwicklungen und Veränderungen in der Arbeitswelt gefunden werden. Zu den wichtigsten Werten von New Work zählen:

  • Zusammenarbeit
  • Selbstständigkeit
  • Offenheit
  • Gemeinschaft
  • Transparenz
  • Partizipation

Bei New Work steht also der Mensch und dessen Freiheit und Selbstverwirklichung im Mittelpunkt – Aspekte, die auch für die Generation Y bei der Arbeitgeberwahl entscheidend sind.

Trotz des tiefgreifenden kulturellen und wirtschaftlichen Wandels, steht auch New Work ganz im Zeichen effektiver und effizienter Arbeit. Durch neue Arbeitsmodelle sollen die Stärken der neuen Arbeitskultur genutzt und mithilfe motivierter und kompetenter Mitarbeiter_innen der Unternehmenserfolg vorangetrieben werden.

New Work in a Nutshell

Die folgende Liste soll einen kompakten Überblick über das Konzept von New Work bieten. Welche der nachfolgenden Punkte haben Sie bereits in Ihrem Unternehmen oder im Recruiting umgesetzt? Welche könnten oder sollten Sie möglicherweise zukünftig einführen?

  • Flache Hierarchien: Geben Sie als Führungskraft Macht und Verantwortung an Mitarbeiter_innen ab. Strenge Hierarchien und autoritäre Führungsstile gehören der Vergangenheit an.
  • Feedback: Bleiben Sie in ständigem Austausch mit Ihren Kolleg_innen und Mitarbeiter_ innen. Wechselseitiges, konstruktives Feedback und ein respektvoller Umgang miteinander sind dabei besonders wichtig.
  • Flexible Arbeitszeit: 9-to-5 zählt mittlerweile nicht mehr zur Norm und immer häufiger werden flexible Arbeitszeiten von Mitarbeiter_innen gewünscht.
  • 4-Tage-Woche: Eine gute Möglichkeit zur Produktivitäts- und Motivationssteigerung der Mitarbeiter_innen kann die Einführung einer 4-Tage-Woche sein.
  • Sabbatical: Häufig wünschen sich Menschen eine Auszeit, die länger als der zweiwöchige Sommerurlaub ist. Als Arbeitgeber sollte man ihnen, wenn möglich, deshalb die Option zu einem Sabbatical bieten.
  • Home Office: Mitarbeiter_innen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Von zu Hause aus zu arbeiten, kann in vielen Lebenslagen eine Erleichterung und Bereicherung sein.
  • Projektbasiertes Arbeiten: Projektbasiertes Arbeiten in verschiedenen Teams löst das Silo-Denken ab.
  • Active Sourcing: Vorbei sind die Zeiten, als zig Bewerbungen für eine freie Stelle eingegangen sind. Die aktive Suche nach potenziellen neuen Mitarbeiter_innen ist heute und auch in Zukunft essentiell.
  • Talentpools: Um auch mit „Leider-Nein“-Kandidat_innen in Kontakt zu bleiben und zu einem späteren Zeitpunkt davon zu profitieren, wird mittlerweile sehr oft mit Talentpools gearbeitet.
  • Verständlicher Recruiting-Prozess: In Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung geht es darum, möglichst schnell und einfach die besten Mitarbeiter_innen und umgekehrt den optimalen Arbeitgeber zu finden. Deshalb sollte auch der gesamte Recruiting-Prozess transparent und verständlich gestaltet werden und auf Austausch beruhen.

Erfahren Sie mehr zum Megatrend New Work von unseren Keynote Speakern auf der #PSX20. Die NEW WORK SE bietet bei ihrem TedTalk tiefe Einblicke in die richtige Umsetzung der modernen Arbeitsweise.

Die Veränderungen am Arbeitsmarkt bekommen nicht nur Arbeitnehmer_innen, sondern auch Arbeitgeber zu spüren. Zum einen herrscht ein akuter Fachkräftemangel, zum anderen hat sich das Verhalten von Arbeitnehmer_innen drastisch verändert.

Vor etwa 25 Jahren war es noch normal, den ersten Job bis zur Pension zu behalten und innerhalb eines Unternehmens die Karriereleiter Schritt für Schritt zu erklimmen. Dieser typische Ablauf des modernen Arbeitslebens hat sich dahingehend geändert, dass junge Talente immer öfter selbst die Initiative ergreifen und bewusst nicht länger als drei bis fünf Jahre in einem Unternehmen bleiben. Auch wenn diese Veränderung auf unterschiedliche Gründe zurückgeführt werden kann, bleibt die Konsequenz jedoch dieselbe: Unternehmen müssen vermehrt um die Gunst von guten Bewerber_innen und Young Professionals kämpfen. Um diesem Wandel entgegenzuwirken und Kandidat_innen auf Augenhöhe zu begegnen, wird verschiedenen Strategien nachgegangen. Eine der Möglichkeiten, die bereits von einigen Unternehmen umgesetzt wird, nennt sich Employer Branding. Auch wenn der Begriff nun schon seit einiger Zeit in der Recruiting-Welt herumschwirrt, ist oft nicht klar, was zu diesem breiten Bereich der Unternehmensvermarktung gehört und welche Maßnahmen Employer Branding unterstützen.

Was ist Employer Branding?

Unter Employer Branding werden aktive Maßnahmen von Unternehmen verstanden, um ihre Arbeitgebermarke zu steigern. Dabei ist aber nicht die Bewerbung von aktuellen Stellenausschreibungen gemeint. Vielmehr geht es um Aktivitäten, die das Unternehmen als Ganzes als attraktiven Arbeitgeber positionieren und dabei helfen, Talente zu überzeugen.

Maßnahmen

Wie aber funktioniert Employer Branding und welche Maßnahmen sind notwendig, um besagte Top-Bewerber_innen von Ihrem Unternehmen zu überzeugen? Unter Employer Branding Maßnahmen fällt alles, was den Arbeitgeber als Marke stärkt. Entsprechend vielseitig sind auch die Möglichkeiten, die dazu eingesetzt werden. Hier ein paar Beispiele:

Die eigene Karriereseite

Erzählen Sie die Geschichte Ihres Unternehmens und vermitteln Sie einen authentischen Einblick, wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten. Die Produktion von eigenen Fotos und der Verzicht auf Stockfotos lohnt sich. Die Einbindung von Arbeitgeberbewertungen wie z.B. Kununu verleiht den Insights und Bildern auf Ihrer Karriereseite ein großes Maß an Glaubwürdigkeit.

Karriereveranstaltungen

Recruiting-Messen und -Veranstaltungen sind zwar nicht besonders skalierbar, werden aber genau aus diesem Grund oft unterschätzt. Ein großer Pluspunkt: Sie sind ganz nah an Ihrer Zielgruppe. Handelt es sich um universitäre Karrieremessen, haben Sie die Möglichkeit klar zwischen technisch, geisteswissenschaftlich und betriebswirtschaftlich orientierten Hochschulen zu unterscheiden.

Kandidat_innen Feedback

Viele Unternehmen unterschätzen den Mehrwert, der sich aus dem zusätzlichen Aufwand von Kandidat_innen Feedback ergibt. Den Bewerber_innen eine Rückmeldung zu ermöglichen, kann Ihnen nämlich erheblich dabei helfen, den Bewerbungsprozess zu optimieren und Ihr Unternehmensimage zu steigern. Es zeigt, dass Sie bemüht sind, sich zu verbessern und Wert auf die Meinung der Kandidat_innen legen. Um Feedback von Bewerber_innen einzuholen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Während eine Vielzahl an Anbietern online Befragungen ermöglichen, können Sie auch telefonisch oder im Rahmen eines persönlichen Gesprächs eine Rückmeldung einholen. Je nach Bewerber_innenzahl sollten Sie versuchen, die beste Variante für Ihr Unternehmen zu finden. Durch konstruktive Kritik können Sie Schwachstellen minimieren und Stärken ausbauen.

Der firmeneigene Bewerbungsprozess

Inzwischen investieren viele Unternehmen in schöne Karriereseiten, die auch mobilfähig sind. Doch beim Bewerbungsprozess angekommen, findet ein Bruch im Benutzererlebnis der Bewerber_innen statt. Stellenausschreibungen sind häufig als .pdf-Dokument oder als .html-Seite vorhanden, auf die sich Talente nur via E-Mail bewerben können. Andere Unternehmen haben zwar eine Bewerbermanagement Software eingebunden, die Kandidat_innen eine online Bewerbung ermöglicht, aber nicht zum modernen Konzept der Karriereseite passt.

Employer Branding ist somit ein vielseitiger und umfassender Bereich, der nicht bloß kurzfristig anhand einer Maßnahme umgesetzt werden kann. Ein gutes Employer Branding Projekt kann sich über einen längeren Zeitraum strecken. Die Vorteile, die sich daraus ergeben, lohnen sich jedoch in vielerlei Hinsicht.

Erfahren Sie mehr zum Thema Employer Branding auf der Prescreen Experience #PSX20 und erfahren Sie, wie VAMED gemeinsam mit Kununu das Konzept in ihrem Unternehmen umgesetzt hat.

Panel Themen

Employer Branding
#Panel Themen / 06.02.2020

Talente von morgen ansprechen: Employer Branding

Die Veränderungen am Arbeitsmarkt bekommen nicht nur Arbeitnehmer_innen, sondern auch Arbeitgeber zu spüren. Zum einen herrscht ein akuter Fachkräftemangel, zum anderen hat sich das Verhalten von Arbeitnehmer_innen drastisch verändert. Vor etwa 25 Jahren war es noch normal, den ersten Job bis zur Pension zu ...