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Talente von morgen ansprechen: Employer Branding

Die Veränderungen am Arbeitsmarkt bekommen nicht nur Arbeitnehmer_innen, sondern auch Arbeitgeber zu spüren. Zum einen herrscht ein akuter Fachkräftemangel, zum anderen hat sich das Verhalten von Arbeitnehmer_innen drastisch verändert.

Vor etwa 25 Jahren war es noch normal, den ersten Job bis zur Pension zu behalten und innerhalb eines Unternehmens die Karriereleiter Schritt für Schritt zu erklimmen. Dieser typische Ablauf des modernen Arbeitslebens hat sich dahingehend geändert, dass junge Talente immer öfter selbst die Initiative ergreifen und bewusst nicht länger als drei bis fünf Jahre in einem Unternehmen bleiben. Auch wenn diese Veränderung auf unterschiedliche Gründe zurückgeführt werden kann, bleibt die Konsequenz jedoch dieselbe: Unternehmen müssen vermehrt um die Gunst von guten Bewerber_innen und Young Professionals kämpfen. Um diesem Wandel entgegenzuwirken und Kandidat_innen auf Augenhöhe zu begegnen, wird verschiedenen Strategien nachgegangen. Eine der Möglichkeiten, die bereits von einigen Unternehmen umgesetzt wird, nennt sich Employer Branding. Auch wenn der Begriff nun schon seit einiger Zeit in der Recruiting-Welt herumschwirrt, ist oft nicht klar, was zu diesem breiten Bereich der Unternehmensvermarktung gehört und welche Maßnahmen Employer Branding unterstützen.

Was ist Employer Branding?

Unter Employer Branding werden aktive Maßnahmen von Unternehmen verstanden, um ihre Arbeitgebermarke zu steigern. Dabei ist aber nicht die Bewerbung von aktuellen Stellenausschreibungen gemeint. Vielmehr geht es um Aktivitäten, die das Unternehmen als Ganzes als attraktiven Arbeitgeber positionieren und dabei helfen, Talente zu überzeugen.

Maßnahmen

Wie aber funktioniert Employer Branding und welche Maßnahmen sind notwendig, um besagte Top-Bewerber_innen von Ihrem Unternehmen zu überzeugen? Unter Employer Branding Maßnahmen fällt alles, was den Arbeitgeber als Marke stärkt. Entsprechend vielseitig sind auch die Möglichkeiten, die dazu eingesetzt werden. Hier ein paar Beispiele:

Die eigene Karriereseite

Erzählen Sie die Geschichte Ihres Unternehmens und vermitteln Sie einen authentischen Einblick, wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten. Die Produktion von eigenen Fotos und der Verzicht auf Stockfotos lohnt sich. Die Einbindung von Arbeitgeberbewertungen wie z.B. Kununu verleiht den Insights und Bildern auf Ihrer Karriereseite ein großes Maß an Glaubwürdigkeit.

Karriereveranstaltungen

Recruiting-Messen und -Veranstaltungen sind zwar nicht besonders skalierbar, werden aber genau aus diesem Grund oft unterschätzt. Ein großer Pluspunkt: Sie sind ganz nah an Ihrer Zielgruppe. Handelt es sich um universitäre Karrieremessen, haben Sie die Möglichkeit klar zwischen technisch, geisteswissenschaftlich und betriebswirtschaftlich orientierten Hochschulen zu unterscheiden.

Kandidat_innen Feedback

Viele Unternehmen unterschätzen den Mehrwert, der sich aus dem zusätzlichen Aufwand von Kandidat_innen Feedback ergibt. Den Bewerber_innen eine Rückmeldung zu ermöglichen, kann Ihnen nämlich erheblich dabei helfen, den Bewerbungsprozess zu optimieren und Ihr Unternehmensimage zu steigern. Es zeigt, dass Sie bemüht sind, sich zu verbessern und Wert auf die Meinung der Kandidat_innen legen. Um Feedback von Bewerber_innen einzuholen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Während eine Vielzahl an Anbietern online Befragungen ermöglichen, können Sie auch telefonisch oder im Rahmen eines persönlichen Gesprächs eine Rückmeldung einholen. Je nach Bewerber_innenzahl sollten Sie versuchen, die beste Variante für Ihr Unternehmen zu finden. Durch konstruktive Kritik können Sie Schwachstellen minimieren und Stärken ausbauen.

Der firmeneigene Bewerbungsprozess

Inzwischen investieren viele Unternehmen in schöne Karriereseiten, die auch mobilfähig sind. Doch beim Bewerbungsprozess angekommen, findet ein Bruch im Benutzererlebnis der Bewerber_innen statt. Stellenausschreibungen sind häufig als .pdf-Dokument oder als .html-Seite vorhanden, auf die sich Talente nur via E-Mail bewerben können. Andere Unternehmen haben zwar eine Bewerbermanagement Software eingebunden, die Kandidat_innen eine online Bewerbung ermöglicht, aber nicht zum modernen Konzept der Karriereseite passt.

Employer Branding ist somit ein vielseitiger und umfassender Bereich, der nicht bloß kurzfristig anhand einer Maßnahme umgesetzt werden kann. Ein gutes Employer Branding Projekt kann sich über einen längeren Zeitraum strecken. Die Vorteile, die sich daraus ergeben, lohnen sich jedoch in vielerlei Hinsicht.

Erfahren Sie mehr zum Thema Employer Branding auf der Prescreen Experience #PSX20 und erfahren Sie, wie VAMED gemeinsam mit Kununu das Konzept in ihrem Unternehmen umgesetzt hat.